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„Trotz langjähriger Geschäftsbeziehung, gutgepolstertem Depot und tadelloser Schufa-Auskunft wurde ein kleiner Dispo strikt verweigert“

Negative Bewertung der Consorsbank

Ich bin seit 1998 Kunde der Consorsbank, habe dort über viele Jahre ein recht ansehnliches Aktiendepot geführt und gelegentliche Transaktionen darüber vorgenommen. Das war nicht weiter spektakulär und hat soweit stets gut funktioniert.

Die Banking-Seite im Internet fand ich übersichtlich, Order konnte ich ohne großen Aufwand platzieren und sie wurden stets anstandslos zu fairen Konditionen durchgeführt. Ich war grundsätzlich zufrieden, wenngleich die Bank immer mal wieder wegen Wartungsarbeiten für ein ganzes Wochenende offline war.

Dass die Consorsbank 1999 zu Zeiten des großen IPO-Hypes an die Börse ging und dabei einen Gutteil der Aktien bei der eigenen Kundschaft platzierte, war sicher eine folgerichtige Entscheidung. Nachdem der ursprüngliche Eigentümer, die Schmidt-Bank, kurze Zeit später wirtschaftlich ins Trudeln geriet, hat ein Teil dieser Erstkunden dann beim folgenden Squeeze-Out durch die BNB-Paribas ordentlich Federn lassen müssen. Ich bin, vermutlich vorwiegend aus Gründen der Bequemlichkeit, trotzdem dort Kunde geblieben, obwohl auch mich die Übernahme eine Stange Geld gekostet hat. Rechtlich war die Sache jedoch nicht zu beanstanden und damit abgehakt.

Viele Jahre später, etwa 2016, also nach mehr als 18 Jahren weitgehend problemloser Geschäftsbeziehung und einem immer noch sechsstelligen Depot, beschloss ich, auch mit meinem Girokonto zur Consorsbank zu wechseln. Grund hierfür war, dass ich umgezogen war und der Kontakt zu meiner ehemaligen langjährigen Hausbank aufgrund der Entfernung schwierig wurde.

Die Eröffnung des Kontos fand ich einfach. Unterlagen und Karten wurden mir binnen kurzer Zeit zugestellt, die Konditionen schienen in Ordnung. Mit einer gewissen Blauäugigkeit, die vermutlich am Alter liegt, war ich stillschweigend davon ausgegangen, dass mir als langjähriger Kunde mit gutgepolstertem Depot und tadelloser Schufa-Auskunft ohne große Nachfrage ein kleiner Dispo eingeräumt werden würde. Wenige Wochen später belehrte mich das EC-Cash-Gerät im Supermarkt jedoch eines Besseren, indem es hartnäckig die Zahlung von 38,42 € verweigerte. Der Vorgang konnte erst mit Hilfe der EC-Karte der Alt-Bank erledigt werden. Eine nähere Überprüfung am Abend ergab, dass die Zahlungsverweigerung durch eine Unterdeckung von 64 Cent auf dem Girokonto der Consorsbank ausgelöst worden war.

Ein Anruf beim Kundenservice mit der Bitte um Einrichtung eines kleinen Dispositionskredites sollte den Missstand beheben. Bereits wenige Tage später wurde der Antrag durch das kommentarlose Einstellen eines entsprechenden Formschreibens ins Online-Archiv meines Kundenbereichs ohne jede Begründung abgelehnt. In einem weiteren Telefonat mit dem Kundendienst wurde ich freundlich, aber bestimmt darauf hingewiesen, dass die Entscheidungen über die Einrichtung und ggf. Höhe eines Dispos bei der Consorsbank vom Computer anhand harter Fakten getroffen werde. Die Höhe vorhandener Guthaben auf anderen, beim gleichen Institut geführter Konten, oder einer Schufa-Auskunft spiele dabei keine Rolle. Man habe dafür eigene Regeln und im Übrigen werde man getroffene Entscheidungen nicht mit dem Kunden diskutieren. Eine daraufhin schriftlich an den Vorstand herangetragene Bitte unter Schilderung des Sachverhaltes, doch bitte einmal die betriebsinternen Verfahrensweisen zu hinterfragen, landete - man ahnt es schon - beim Kundendienst, der sich per Formschreiben entschuldigte und ansonsten zu seinem Bedauern meinem Anliegen nicht abhelfen könne.

Ebenfalls erwähnenswert finde ich den erstaunlich unsouveränen Umgang mit Kritik im hauseigenen Forum. Die Plattform enthält bereits jetzt zahlreiche Unmutsäußerungen und Beschwerden, insbesondere zu den Themen Girokonto und Dispositionskredit. Nach den vorher geschilderten Vorgängen wurden drei von mir verfasste, kritische Bewertungen gelöscht. Eine mit der Begründung „Verstoß gegen die Forumsregeln“, da der Name einer anderen Bank namentlich genannt wurde. Zwei weitere Anmerkungen als Ergänzung zu Erfahrungen anderer Nutzer unter deren Kommentaren wurden ohne Begründung und ohne Nachricht kurz nach der Veröffentlichung gelöscht. Mehrere Likes, die ich für bereits bestehende kritische Kommentare anderer Nutzer vergeben hatte, waren tags darauf zurückgesetzt.

Im Augenblick kann ich den Gang zur Consorsbank, gerade als langjähriger Kunde, nicht mehr empfehlen. Zu hoch ist dort meiner Meinung nach das Ross, auf dem man sicher zu sitzen glaubt. Ich werde mich in Ruhe auf dem Markt umsehen und meine Gelder in aller Gemütsruhe dort abziehen.

Erfahrungsbericht zur Consorsbank von Patrizier
Diese negative Bewertung zur Consorsbank wurde uns am 23.03.2018 vom Nutzer Patrizier übermittelt.
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